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Category: Künstler Info

Der Asiate

Ein Rapper namens „Der Asiate“, der sein Debütalbum „Kätzchenfleisch“ nennt? Sofort weiß man, was den Fan hier erwartet: Selbstironie auf einem Level, das deutscher Rap bisher noch nicht gesehen hat. „Klar greife ich damit ein Vorurteil auf“, so Der Asiate. „Aber das mache ich mit voller Absicht. Ich bin eben so ein Typ, der über alles Witze macht – und natürlich auch über meine Herkunft.“ Und so bedient Der Asiate mit „Kätzchenfleisch“ keines der gängigen HipHop-Klischees, sondern schlägt mit unerhört witzigem Rap-Entertainment eine ganz eigene, erfrischend neue Richtung ein.

Seine Fans erwarten „Kätzchenfleisch“ bereits mit Spannung: Denn auch wenn Der Asiate nun sein Albumdebüt vorlegt, ist er schon seit 2008 als Rapper aktiv und beileibe kein Unbekannter – 250.000 Fans auf Facebook und YouTube-Abos sprechen eine deutliche Sprache. Erarbeitet hat sich Der Asiate seinen Hype durch genau die Fähigkeiten, die er auf „Kätzchenfleisch“ nun perfektioniert hat: Bei der Battle-Veranstaltung „Rap am Mittwoch“ und vor allem beim Video-Turnier „Juliens Blog Battle“ stach er nicht nur mittels einzigartiger Rap-Skills heraus, sondern ließ seine Gegner regelmäßig durch Selbstironie und beißenden Humor ins Leere laufen. „Indem man sich selbst auf die Schippe nimmt, bietet man keine Angriffsfläche mehr“, erklärt der Asiate. „Und natürlich wirkt man dadurch auch gleich viel sympathischer. Aber zu ernst sollte man das alles natürlich nicht nehmen – ich spiele einfach gern mit Klischees und meinem Image.“

Eine Herangehensweise, die der in einem Dorf in der Nähe der ostdeutschen Kleinstadt Bautzen aufgewachsene 27-Jährige schon von klein auf verfolgt: „Ich war der einzige Ausländer in meinem Kaff – und schon dort haben mich die Leute immer nur ‚der Asiate‘ genannt. Den Namen hatte ich schon lang vor meiner Rapkarriere. Dass ich diesen stumpfen Randgruppenwitz aufgegriffen habe, ist also schlicht eine Reaktion auf mein Umfeld.“ Seine Selbstironie bezieht sich jedoch nicht nur auf seine Herkunft: Die erste Single „Bademeister“ beschäftigt sich mit dem beruflichen Werdegang des Asiaten – der wirklich gelernter Fachangestellter für Bäderbetriebe ist und zehn Jahre in dem Beruf arbeitete. Ob fette Badegäste, Kacke im Becken oder Stau auf der Rutsche – Der Asiate reguliert das Schwimmbad mit Ansagen am laufenden Band.

Egal, welches Thema, Der Asiate zieht über durchgehend fette, klassische HipHop-Beats seinen einzigartigen Comedy-Style die kompletten 14 Songs lang durch: Zusammen mit B-Tight spielt er sich die Bälle in einer aberwitzigen Aufzählung von Klischees über Schwarze und Asiaten zu („Alles Kanakken“), mit Rhymin Simon werden die Vor- und Nachteile von mangelndem bzw. übermäßigem „Bartwuchs“ erörtert und wie eine Beziehung (nicht) funktioniert, erklärt Der Asiate mit Unterstützung seiner Lebensgefährtin und Rap-Kollegin Lumaraa („Wenn du meinst“). Außerdem wird ganz asiatisch am klischeeträchtigen „Fidschiestand“ gedealt – und natürlich jede Menge Katzenfleisch zubereitet und verspeist.

So was wie den Asiaten und sein „Kätzchenfleisch“ gab’s im deutschen Rap noch nicht, das steht auf jeden Fall fest. An seinen Erfolg glaubt Der Asiate ebenfalls fest – ganz ohne Selbstironie: „Dieses Album ist der Grundstein meiner Karriere.“

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